Angesichts steigender Nachhaltigkeitsanforderungen, knapper Ressourcen und alternder Bausubstanz rückt das Bauen im Bestand in den Fokus. Um Gebäude und Intrastrukturbauten sicher und wirtschaftlich zu ertüchtigen, bietet fischer ein abgestimmtes Portfolio – von innovativen kohlenstofffaserverstärkten Polymeren (CFK) und Kohlenstofffasergelegen (CF) über klassische Methoden wie Aufbeton und nachträgliche Bewehrungsanschlüsse bis zur Brückenkappenverankerung.
Eine zentrale Herausforderung bei der Bestandsertüchtigung besteht darin, die statische Tragfähigkeit zu erhöhen, ohne die Eigenlast des Tragwerks signifikant zu steigern oder tief in die vorhandene Konstruktion einzugreifen. fischer CFK-Lamellen und CF-Gelege ermöglichen leistungsfähige Verstärkungen mittels geklebter Bewehrung bei geringem Eigengewicht und schlanken Aufbauten.
Die CFK-Lamellen FRS-L-S und FRS-L-S NSM sind mit über 3.000 N/mm² Zugfestigkeit und 170 kN/mm² E-Modul bei einer Dichte von nur ca. 1,6 g/cm³ bezogen auf das Eigengewicht fast viermal steifer und über 20-mal zugfester als B500-Baustahl. Zudem sind sie vollständig korrosionsbeständig. Die CFK-Lamellen können sowohl in Schlitze eingeklebt (als geschlitzte Lamelle FRS-L-S NSM) als auch oberflächenbündig auf Bauteile appliziert werden (als Klebelamelle FRS-L-S, FRS-L-H).
Unidirektionale fischer Kohlefasergelege (FRS-W U300/U600) passen sich flexibel auch komplexen Geometrien wie runden Stützen oder profilierten Unterzügen an.
Umfassende nationale und internationale Zulassungen als auch technische Nachweise (ETA-24/0281, ESR-4774, GB-Code, CVT No. 184) belegen die Leistungsfähigkeit beider Systeme. Die zugehörigen chemischen Produkte erfüllen die Anforderungen der EN 1504 und die Vorgaben des DIBt. Für die CFK-Klebelamellen FRS-L-S und FRS-L-H liegt zusätzlich die deutsche abZ Z-36.1-91 vor, die geschlitzte Lamelle FRS-L-S NSM sowie die Gelege werden über die internationalen Nachweise bzw. projektspezifische Konzepte geregelt.
Bewehrung, Aufbeton und Brückenkappen
Für Neuanschlüsse, Querschnittsergänzungen und Bauteilverlängerungen bietet fischer zugelassene Injektionssysteme für nachträglich eingemörtelte Bewehrungsanschlüsse (auch in Kombination mit dem FRA-Bewehrungsanker).
Der Vinylester-Hybridmörtel RebarConnect FIS RC II (Ø 8–40 mm, bis 2 m Verankerungstiefe) bietet 100 Jahre Nutzungsdauer (ETA), Feuerwiderstand bis R 120, Einsatz von -10°C bis +40°C und entfallende Bohrlochreinigung via Hohlbohrer. Für das dauerhafte Einleiten schwerer Lasten in Beton eignet sich zusätzlich auch der Epoxidharzmörtel FIS EM Plus (Ø 8–40 mm, bis 2 m Verankerungstiefe) mit 120 Jahren Nutzungsdauer (ETA) und R 120 (ETA) als auch R 240 gemäß CSTB-Gutachten aus Frankreich (Centre Scientifique et Technique du Bâtiment). Eine Verarbeitung ist bis -5°C möglich. In diamantgebohrten Bohrlöchern in Beton ist kein zusätzliches Aufrauen erforderlich. Der vielseitige styrolfreie Vinylester-Hybridmörtel FIS V Plus ist ebenso für Bewehrungsanschlüsse mit Ø 8–28 mm Durchmesser geeignet.
Zur Erhöhung der Biegetragfähigkeit und Querkrafttragfähigkeit verbindet der Beton-Beton-Schubverbinder FCC Alt- und Neubeton bauaufsichtlich zugelassen (kombinierbar mit FIS EM Plus, FIS RC II, FIS V Plus oder FIS SB). Als rein mechanische, zeitsparende Alternative steht die Betonschraube UltraCut FBS II mit ETA als Schubverbinder bereit; variable Verankerungstiefen ermöglichen die exakte Anpassung an die Lasten.
Sichere Brückenkappen
Im Brückenbau ist die zuverlässige Verankerung von Randbalken und Brückenkappen eine wiederkehrende Kernaufgabe. Mit dem Brückenkappenanker FCC-B (M16–M24) bietet fischer eine Komplettlösung mit Bauartgenehmigung (aBG), die in Kombination mit den Injektionsmörteln FIS EM Plus oder FIS SB die dauerhafte Lastabtragung garantiert.
Mit diesem durchgängigen Portfolio ist fischer der ganzheitliche Lösungspartner für Planer, Statiker und Verarbeiter beim nachhaltigen Werterhalt von Bauwerken und Infrastruktur.
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