Die Mini-PV-Anlage ist geliefert, der Karton geöffnet, die Vorfreude groß. Doch dann kommt die entscheidende Frage: „Wie befestige ich das Balkonkraftwerk so sicher, dass es auch beim nächsten Herbststurm fest an Ort und Stelle bleibt?“ Die gute Nachricht: Mit ein paar Tricks ist die Montage einfacher, als viele denken. Wer grundlegende Regeln beachtet, bringt sein Balkonkraftwerk schnell, sicher und dauerhaft an den Start – für sauberen Strom direkt vor der eigenen Balkontür.
PV-Module prägen längst nicht mehr nur Dächer und Fassaden. Auch auf Balkonen gehören sie zunehmend zum Stadtbild. Über 1,2 Millionen Steckersolargeräte sind laut Bundesverband Solarwirtschaft bereits in Deutschland in Betrieb. Für Mieterinnen, Mieter und Wohnungseigentümer sind Balkonkraftwerke eine einfache Möglichkeit, einen Teil ihres Strombedarfs selbst zu decken – und die Stromkosten spürbar zu senken. Oft rechnet sich die Investition schon nach wenigen Jahren.
Doch wie gelingt die Installation? Am Geländer lassen sich viele Systeme mit Halterungen einfach anklemmen. Bei Wand- oder Bodenmontage hingegen wird gebohrt, gedübelt und geschraubt. Hier kommt es auf passende Befestigungen an, abgestimmt auf Untergrund, Gewicht und Größe der Anlage, Herstellerangaben sowie Wind- und Schneelasten. Für Beton eignen sich beispielsweise Bolzenanker wie der fischer FAZ II Plus aus nicht rostendem Stahl. Ebenfalls die richtige Wahl: Chemische Lösungen wie die Injektionsmörtel fischer FIS V Plus oder fischer FIS V Zero. Sie bieten hohe Tragfähigkeit, geringe Randabstände und spreizdruckfreie Montage. In Vollstein, Lochstein und Porenbeton bewähren sich ebenfalls Injektionssysteme – eine Siebhülse, etwa FIS H K, sorgt für gleichmäßige Mörtelverteilung in Lochstein. In tragfähigem Holz genügen meist Holzschrauben, etwa fischer PowerFast II aus A2 oder A4. Wichtig für den Außeneinsatz: Schrauben und Stahlkomponenten sollten aus nicht rostendem Stahl bestehen.
Neben dem sicheren Halt ist auch der fachgerechte Stromanschluss unerlässlich: Nur korrekt angeschlossene Balkonkraftwerke vermeiden Risiken wie Rückspannungen, Brand- oder Stromschlaggefahr. Zudem ist die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur Pflicht. Systeme ohne Batteriespeicher können Do-it-Yourselfer in der Regel selbst montieren, Speicheranlagen müssen weiterhin von einer Elektrofachkraft installiert und beim Netzbetreiber angemeldet werden.
Sitzt alles fest, heißt es: Sonne tanken, Strom sparen und die eigene DIY-Leistung genießen. Mit sorgfältiger Planung und passenden Befestigungsmitteln wird das Mini-PV-Modul zur dauerhaften Energiequelle und liefert zuverlässig Solarstrom direkt vom eigenen Balkon.