Lösungen für barrierefreie Mobilität
Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) betrifft viele Menschen: Menschen im Rollstuhl ebenso wie Seniorinnen und Senioren mit Gehhilfe, Eltern mit Kinderwagen, Reisende mit Koffern oder Fahrgäste mit temporären Mobilitätseinschränkungen. Wichtig für einen zugänglichen öffentlichen ÖPVN sind geeignete Übergänge zwischen Haltestelle und Fahrzeug. Modulare Rampensysteme von fisco überbrücken Höhenunterschiede und Spaltmaße zwischen Bahn- beziehungsweise Bussteig und Fahrzeug. Damit erleichtern sie den sicheren und selbstständigen Ein- und Ausstieg in Busse sowie U-, S- und Straßenbahnen.
Die modular aufgebauten Systeme lassen sich an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten, Projektanforderungen und Nutzerbedürfnisse anpassen. Der eingesetzte Glasfaserverbundwerkstoff (GFK) verbindet ein geringes Gewicht mit hoher Belastbarkeit und Beständigkeit. Die Rampensysteme lassen sich effizient montieren und flexibel in unterschiedliche Infrastrukturprojekte integrieren. Und sie erfüllen die Anforderungen der Baustoffklasse Bfl-s1 nach DIN EN 13501-1. Das heißt, sie sind schwer entflammbar bei geringer Rauchentwicklung.

Beispiele aus der Praxis zeigen, wie sich bestehende Anlagen gezielt weiterentwickeln lassen: In Kassel wurden 81 Bordsteinerhöhungen umgesetzt, in Darmstadt 63 fisco-Rampensysteme an Straßenbahnhaltestellen installiert und für die Jenaer Straßenbahn 67 Bahnsteigerhöhungen realisiert.
Die Projekte zeigen: Auch die gezielte Modernisierung vorhandener Haltestellen kann dazu beitragen, den Zugang zu Bus und Bahn zu verbessern und bestehende Verkehrsinfrastruktur an die Anforderungen einer zeitgemäßen Mobilität anzupassen.
Für Kommunen und Aufgabenträger eröffnet die Weiterentwicklung vorhandener Infrastruktur Handlungsspielraum. Bordsteinerhöhungen, Rampensysteme und Bahnsteigerhöhungen können dabei ebenso zum Einsatz kommen wie Lösungen für Neubauprojekte. So lässt sich Barrierefreiheit Schritt für Schritt in die bestehende Infrastruktur integrieren.


Kundenstimmen verdeutlichen die Vorteile der fisco Lösung: „Wir hatten bereits seit 2022/23 einzelne GFK-Rampen in unserem Netz in einem Langzeittest, darunter auch von fisco“, sagt Dr.-Ing. Toni Hallas, Projektleitung bei der Abteilung Straßenbahnnetz bei der HEAG mobilo GmbH (kommunales Verkehrsunternehmen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg). „Eine breite Umfrage unter der Zielgruppe mobilitätseingeschränkter Personen hat gezeigt, dass die Rampen bezüglich Komfort, Sicherheitsgefühl und Wahrnehmbarkeit fast durchgängig als ‚gut‘ oder ‚sehr gut‘ empfunden werden. Sie haben sich außerdem als sehr robust und wartungsarm erwiesen. Das hat uns davon überzeugt, die Rampen jetzt an allen Haltestellen einzubauen, an denen ausreichend Platz auf dem Bahnsteig vorhanden ist.“
fi:resist für anspruchsvolle Infrastruktur
Wo neben mechanischer Belastbarkeit insbesondere der Brandschutz eine zentrale Rolle spielt, kommen die FiRe-Konstruktionsprofile aus fi:resist zum Einsatz. Der vollständig anorganische Glasfaserverbundwerkstoff wird im Pultrusionsverfahren hergestellt und ist gemäß DIN EN 13501-1 als Baustoffklasse A1 eingestuft. Damit ist fi:resist als nichtbrennbarer Werkstoff insbesondere für Anwendungen mit hohen Brandschutzanforderungen geeignet – beispielsweise im Tunnelbau und in der Bahninfrastruktur. Darüber hinaus bietet der Werkstoff weitere Eigenschaften für anspruchsvolle Einsatzbereiche: fi:resist ist leicht, mechanisch hoch belastbar sowie
korrosionsbeständig. Das Material ist zudem elektrisch nichtleitend, funksignaldurchlässig und weist eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf.

Seit März 2025 verfügt fi:resist über eine Zulassung des Eisenbahn-Bundesamts (EBA). Zusätzlich liegt seit September 2026 die Zulassung Z-10.9-963 des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) vor. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz auf dem deutschen Markt und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Von der Idee bis zur Umsetzung
fisco begleitet Infrastrukturprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Entwicklung und Fertigung der Faserverbundlösungen bis zur Umsetzung vor Ort. Als Teil der Unternehmensgruppe fischer steht dabei zusätzlich umfangreiche Kompetenz im Bereich der Befestigungstechnik zur Verfügung.
