Internationale Logistik, regional nah

fischer ist weltweit vernetzt

Internationale Logistik, regional nah

Eine geografisch breit aufgestellte Liefer- und Logistikstruktur kann Abhängigkeiten reduzieren, alternative Bezugs- und Lieferwege schaffen sowie Nähe zu regionalen Märkten verbessern. Die Diversifizierung von Lieferquellen und Lieferwegen ist ein wichtiger Ansatz, um Lieferketten widerstandsfähiger gegenüber externen Störungen zu machen. Die OECD betont, dass agile, anpassungsfähige und diversifizierte Lieferketten dazu beitragen können, Risiken zu begrenzen und die Auswirkungen einzelner Störungen abzufedern. Auch die Unternehmensgruppe fischer setzt auf eine internationale Struktur.

Mit Logistikstandorten, unterschiedlichen Lieferquellen und Lieferwegen ist fischer weltweit breit aufgestellt. fischer verfügt heute zudem über 51 operative Gesellschaften weltweit, Produktionsstandorte in neun Ländern und vertreibt seine Produkte in rund 120 Ländern. Diese Präsenz schafft zusätzliche Nähe zu regionalen Märkten und Kunden.

Warum Unternehmen auf internationale Logistikstandorte setzen
Globale Lieferketten stehen zunehmend im Fokus. Die-COVID-19-Pandemie, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte haben gezeigt, wie empfindlich international verflochtene Lieferketten auf externe Störungen reagieren können. Eine Möglichkeit, Risiken zu begegnen, ist die Diversifizierung von Lieferanten, Lieferwegen sowie Produktions- und Logistikstandorten. Die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) kommt zu dem Schluss, dass insbesondere eine hohe Konzentration auf einzelne Lieferländer und Lieferanten die Anfälligkeit für länderspezifische Schocks erhöht. Eine stärkere Diversifizierung kann dazu beitragen, die Auswirkungen solcher Störungen zu begrenzen. Zugleich weist die OECD darauf hin, dass Resilienz nicht durch eine vollständige Rückverlagerung von Lieferketten ins Inland entsteht, sondern durch flexible und anpassungsfähige internationale Strukturen.
 
Global vernetzt, regional nah: Mit internationalen Produktions-, Logistik- und Vertriebsstrukturen ist fischer weltweit präsent und nah an seinen Märkten und Kunden. © fischer

Neuer Logistik-Knotenpunkt für die Iberische Halbinsel
Auf diese Faktoren setzt auch die Unternehmensgruppe fischer. Mit einem neuen Logistikzentrum in Mont-roig del Camp in der Region Tarragona stärkt das Unternehmen seine Präsenz auf der Iberischen Halbinsel. Der Standort ist ein strategischer Knotenpunkt für den Vertrieb in Spanien, Portugal und Andorra. Das hochmoderne Logistikzentrum steigert die Lagerkapazität um 50 Prozent und setzt Maßstäbe bei Energieeffizienz sowie digitalisierter Logistik.

Das Projekt gilt als eines der bedeutendsten industriellen Vorhaben im Bereich der Logistik-Digitalisierung in der Region Tarragona. Eingeweiht wurde das neue Lager gemeinsam mit Salvador Illa, dem Präsidenten der Regionalregierung von Katalonien, und Alexander Bässler, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe fischer.

Salvador Illa (links), Präsident der Regionalregierung von Katalonien, und Alexander Bässler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe fischer, weihen gemeinsam das neue Logistikzentrum in Spanien ein. © fischer
Dieses vollautomatisierte Lager markiert eine neue Phase für unsere Landesgesellschaften. Es stärkt unsere Logistik-Kapazität auf der Iberischen Halbinsel, unsere Effizienz und unsere Möglichkeiten, weiter zu wachsen. Die Investition ist die logische Konsequenz aus dem anhaltenden Wachstum unseres Unternehmens in der Region im vergangenen Jahrzehnt
Prof. Klaus Fischer, Inhaber der Unternehmensgruppe fischer

Intelligente Automatisierung verändert die Logistik
Moderne Logistikstandorte setzen zunehmend auf Automatisierung, autonome Transportsysteme und Robotik, um Materialflüsse effizienter und flexibler zu steuern. Fahrerlose Transportfahrzeuge und mobile Roboter sind laut Fraunhofer IML bereits ein wichtiger Baustein digitalisierter Supply Chains. Gleichzeitig gewinnen flexible, autonome Systeme gegenüber starren Automatisierungslösungen an Bedeutung. Künstliche Intelligenz unterstützt dabei unter anderem die autonome Steuerung, Routenplanung und Optimierung logistischer Prozesse.

Wie diese Entwicklung in der Praxis aussieht, zeigt sich auch auf einer Fläche von über 5.000 Quadratmetern in dem Logistikzentrum von fischer in Spanien, das auf moderne Technologie setzt. Das sogenannte AutoStore-System umfasst zehn autonome Roboter, mehr als 14.000 „intelligente“ Behälter sowie eine KI-gestützte Software zur Optimierung der Kommissionierung. Durch die digitale Prozesssteuerung verkürzt das Unternehmen die Bearbeitungszeiten von Aufträgen erheblich und reagiert damit flexibel auf die steigende Nachfrage.

Die eingesetzten Robotersysteme arbeiten äußerst energieeffizient – zehn Roboter verbrauchen zusammen etwa so viel Strom wie ein Haushaltsstaubsauger. Das zeigt, dass sich Effizienz und Versorgungssicherheit sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Nah am Markt: Regionale Produktions- und Logistikstandorte schaffen kurze Wege zu Kunden und unterstützen eine flexible und zuverlässige Versorgung. © fischer

Internationalisierung bei fischer
Die internationale Ausrichtung von fischer hat eine lange Tradition. Bereits 1961 gründete das Unternehmen seine ersten Landesgesellschaften in Brasilien und Frankreich. Seit seiner Übernahme der Gesamtverantwortung 1980 baute Prof. Klaus Fischer die Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten stetig aus. Heute ist fischer mit 51 operativen Gesellschaften weltweit präsent, verfügt über Produktionsstandorte in Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Indien, Italien, Saudi-Arabien, Tschechien und Vietnam und vertreibt seine Produkte in rund 120 Ländern. 2026 hat fischer seine Produktionskapazitäten in Indien und China ausgebaut und in Saudi-Arabien eine neue Produktion aufgebaut. 

Obwohl die Forschung und Entwicklung weiterhin schwerpunktmäßig in Deutschland angesiedelt sind, werden heute auch weltweit neue Produkte entwickelt und bis zur Marktreife gebracht. Die Geschäftsführung in Tumlingen schafft klare Leitlinien, in deren Rahmen die Landesgesellschaften ihren lokalen Gegebenheiten entsprechend agieren – etwa, wenn es darum geht, Produkte für spezielle lokale Bedürfnisse auf den Markt zu bringen. Nicht selten werden diese Produkte dann auch in anderen Ländern eingeführt, so dass sich das Unternehmen das Wissen vieler Mitarbeiter weltweit erschließt.

Weltweit vernetzt: fischer verbindet internationale Standorte, Lieferquellen und Logistikwege, um Kunden in unterschiedlichen Märkten zuverlässig und flexibel zu versorgen. © fischer

Auch das internationale Projektgeschäft trägt zur erfolgreichen Entwicklung bei. Während der Fokus in den meisten asiatischen Märkten auf dem Neubau liegt, wird in Europa und in Nordamerika vergleichsweise viel saniert. Verschiedene Regionen der Welt ergänzen sich und führen dazu, dass fischer von verschiedenen Marktchancen profitiert, seine Risiken besser verteilt, und nicht zuletzt seinen Umsatz weltweit balanciert. Die Internationalisierung ist deshalb heute ein zentraler Bestandteil der Gesamtstrategie in allen vier Unternehmensbereichen. 

Indem die Unternehmensgruppe mit eigenen Gesellschaften und Produktionsstandorten sowie ihrem Vertrieb weltweit stark aufgestellt ist, kennt und erfüllt sie die länderspezifischen Bedürfnisse und ergreift passende Vermarktungsmaßnahmen. Nicht zuletzt ist fischer aktuell überproportional im Ausland erfolgreich, stellt sich aber auch auf seinem Heimatmarkt für weiteres Wachstum stark auf.  

 
Heute ist fischer mit 51 operativen Gesellschaften weltweit präsent, verfügt über Produktionsstandorte in Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Indien, Italien, Saudi-Arabien, Tschechien und Vietnam und vertreibt seine Produkte in rund 120 Ländern. © fischer

Lieferketten organisiert fischer international. Produktion und Logistik sind auf mehrere Standorte verteilt; zugleich greift das Unternehmen auf unterschiedliche Lieferquellen und Lieferwege weltweit zurück. Diese Diversifizierung trägt dazu bei, Risiken zu streuen und die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit der Lieferketten zu erhöhen.

Regionale Produktions- und Logistikstandorte können darüber hinaus dazu beitragen, Produkte näher an den jeweiligen Märkten bereitzustellen. Je nach konkreter Lieferkette, Transportmittel und Auslastung können dadurch Transportwege und damit verbundene Emissionen reduziert werden. Entscheidend ist deshalb der ganzheitliche Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette – von der Beschaffung über Produktion und Lagerung bis zur Auslieferung. So verbindet fischer internationale Präsenz mit regionaler Nähe und einer zunehmend digitalisierten Logistik.

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