Forschung trifft Spieltrieb:

Wie fischertechnik die Netzwerksicherheit aufmischt

Forschung trifft Spieltrieb:
Sichere Netzwerke sind in der Industrie ein Muss – aber wie testet man neue Schutzmechanismen, ohne gleich eine echte Fabrik aufs Spiel zu setzen? Die Hochschule Esslingen hat dafür eine clevere Lösung gefunden: Mit der 24V Fabriksimulationsanlage von fischertechnik wird geforscht, simuliert und ausprobiert, was das Zeug hält.

Miniaturfabrik, große Wirkung

Statt teurer und riskanter Experimente an echten Produktionslinien kommt hier die flexible Modellfabrik von fischertechnik zum Einsatz. Förderband, Kran, Hochregallager – alles da, nur eben im Kleinformat. So lassen sich komplexe Produktionsprozesse und sogar Cyberangriffe realitätsnah nachstellen, ohne dass gleich der große Alarm ausgelöst wird.

Cyberangriffe zum Anfassen

Wie sieht es eigentlich aus, wenn ein Hackerangriff die Lichtschranke austrickst? Oder wie wirkt sich eine Firewall auf den Datenverkehr aus? In der Modellfabrik werden solche Szenarien nicht nur theoretisch durchgespielt, sondern direkt sichtbar und erlebbar gemacht. Studierende können selbst Hand anlegen, programmieren, verkabeln und die Auswirkungen ihrer Arbeit live beobachten.

 

Prof. Dr. Tobias Heer, Dekan der Fakultät Informatik und Informationstechnik und Professor an der Hochschule Esslingen. Bild: Hochschule Esslingen

Infokasten: Hochschule Esslingen

Standorte
Esslingen am Neckar und Göppingen
Anzahl Studierende
6.300 junge Menschen
Fächerspektrum:
Das Fächerspektrum reicht von Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften bis zu Sozialwissenschaften.
Anzahl Studiengänge:
25 Bachelor- und 13 Masterstudiengängen

Forschung zum Mitmachen

Die Modellfabrik ist nicht nur ein Spielplatz für Technikbegeisterte, sondern auch ein echter Publikumsmagnet. Bei Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür dürfen Besucher selbst ausprobieren, wie moderne Produktion und Netzwerksicherheit zusammenhängen – und das alles im sicheren Miniaturformat.

24 V Fabriksimulation

Die 24V-Fabriksimulation von fischertechnik ermöglicht die realitätsnahe Nachbildung industrieller Prozesse im Modellmaßstab. Sie ist modular aufgebaut, flexibel erweiterbar und eignet sich ideal für praxisnahe Forschung, Lehre und die anschauliche Demonstration komplexer Produktionsabläufe.

 
Die Studierenden Lukas Köder und Samuel Müller arbeiten an der Hochschule in Esslingen mit der fischertechnik Lernfabrik. Damit lässt sich eine realitätsnahe Modellumgebung für hochvernetzte Produktionsprozesse abbilden. Bild: Hochschule Esslingen 
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