Innovative Verstärkung von kritischen Knotenpunkten
Untersucht wurde ein System aus Verbundankern und Voutenelementen zur nachträglichen Verstärkung von Rahmenknoten. Dabei kam ein Injektionsmörtel der Unternehmensgruppe fischer in Kombination mit Gewindestangen zum Einsatz. Die Verstärkungslösung modifiziert den Kraftfluss zwischen Träger und Stütze. Lasteinwirkungen werden aus dem Knotenbereich in angrenzende Bauteile abgeleitet. Definierte Versagensmechanismen vermeiden, dass das System vollständig kollabiert. „Selbst bei hohen seismischen Anforderungen erwies sich der Injektionsmörtel als zuverlässige Klebeverbindung für nachträgliche Verstärkungen und führte in den Tests zu bahnbrechenden Ergebnissen“, unterstreicht Prof. Akanshu Sharma, Außerordentlicher Professor an der Purdue Universität und ehemaliger Stiftungsprofessor am Institut für Werkstoffe der Universität Stuttgart. Im Vergleich zeigte das unverstärkte System unter seismischer Belastung deutliche Schäden im Bereich der Knotenpunkte, während die verstärkte Variante ein klar verbessertes Tragverhalten aufwies. Ergänzend betont er: „Das fischer Verbundankersystem kann auch während der Nutzung des Gebäudes installiert werden, ohne größere Unterbrechungen zu verursachen.“