Wohnhochhaus 101 Warren Street, New York

  • Objekttyp : Wohngebäude
  • Standort : USA
  • verwendete Produkte : Hinterschnittanker FZP
  • Baujahr : 2008
Im Süden des New Yorker Stadtteils Manhattan, zwei Blocks von Ground Zero entfernt, entstand von 2006 bis 2008 eines der teuersten und größten Wohnhochhäuser der USA. Hinterschnittanker von fischer halten die hochwertige Elementfassade aus deutschem Naturstein. 

Es sollte ein Wohn- und Geschäftshaus der Superlative werden. Luxus pur, edelste Materialien, großzügige Grundrisse und atemberaubende Aussichten auf New York City. Ein Wald, ein integriertes Einkaufszentrum sowie Restaurants, Sport- und Freizeiteinrichtungen sollen den 228 Käufern und 163 Mietern der teuersten Wohnungen New Yorks eine autarke Stadt in der Stadt bieten. Seit Ende 2008 ziert der 182 Meter hohe Turm mit 35 Etagen und einem zwölfgeschossigen Quader das Stadtbild.

Bei dem ausgewählten Stein handelt es um zwei unterschiedliche Lagen Jura Beige, einem sehr dichten und harten Material, aus einem Steinbruch im Altmühltal bei Eichstätt. Dort ließen sich die Verantwortlichen von Seiten des Bauherren, der Architekten, der Steingutachter sowie des Fassadenerstellers Antamex International die ausgereifte Hinterschnitttechnik aus dem Hause fischer demonstrieren.

Die einfache Handhabung und das sichere Setzverfahren der Hinterschnittbohrungen mit dem automatischen fischer Setzgerät SGB sowie das mit dem Plattenlieferanten Neumeyer &Brigl abgestimmte Konzept zur Prozess- und Qualitätsüberwachung des Natursteins überzeugten schließlich die Projektentscheider. Neumeyer & Brigl schickten dann insgesamt etwa 13.000 Quadratmeter Natursteinmaßplatten u.a. mit den erforderlichen Hinterschnittbohrungen auf die Reise nach Kanada. Dort beauftragte schließlich Antamex fischer mit der Lieferung von rund 120.000 Hinterschnittankern vom Typ fischer Zykon-Plattenanker FZP 13 x 21 M8W/22 A4.

Durch die Anwendung der Hinterschnitttechnologie war es möglich, die Stärke der Natursteinplatten von fünf auf vier Zentimeter zu reduzieren. Hinterschnittanker weisen im Vergleich zur konventionellen Dornverankerung zusätzlich eine drei- bis fünffache Tragfähigkeit auf. Die somit leichtere Fassade reduziert die statische Belastung des Gebäudes und damit auch die Baukosten. Die Einbindetiefe in den Naturwerkstein beträgt zwischen 16 und 20 Millimeter. Durch diese sogenannte Abstandsmontage werden die Plattendickentoleranzen automatisch ausgeglichen – die Sichtseite der Natursteinfassade ist bei dieser speziellen Technik vollkommen eben. 

Nachdem die FZP-Hinterschnittanker in die Steinplatten gesetzt waren, wurden diese an einen Aluminium-Rahmen verschraubt, der durch Stahlträger verstärkt wurde. Auf diese Weise entstanden etwa 200 verschiedene Fassadenelemente aus Naturstein sowie aus der Kombination von Naturstein und Glas. Die vorgefertigten Fassadenelemente wurden anschließend von Kanada nach New York City auf die Baustelle transportiert. Dort hob sie ein Kran an ihre jeweilige Einbauposition. Der Montageaufwand auf der Baustelle selbst wurde so auf ein Minimum reduziert.
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