Hotel Concorde, Berlin

  • Objekttyp : Sonderbauten
  • Standort : Deutschland
  • verwendete Produkte : Bolzenanker FAZ, Hinterschnittanker FZP
  • Baujahr : 2005
Der Tourismus boomt in Berlin. Davon profitiert auch das Concorde-Hotel, das zu den Luxusherbergen zählt. Nicht nur der Standort vis-à-vis vom Café Kranzler ist bemerkenswert, sondern auch die Naturstein-Fassade, die unsichtbar mit fischer Hinterschnittankern befestigt ist.

Das 5-Sterne-Hotel wird durch seinen gestaffelten Baukörper geprägt. Rücksprünge gliedern mit einem einheitlichen Fugenbild auf der Fenster- und der Brüstungsachse die mit 9.200 Quadratmetern Naturstein bekleidete Fassade. Beschaffenheit, Formgebung, Größe und Gewicht der aus Kirchheimer Muschelkalk gefertigten Fassadenelemente stellten besondere Anforderungen an die Befestigungstechnik, die gleichzeitig dem hohen ästhetischen Anspruch und den strengen Auflagen der Behörden genügen musste.

Ein Fall für den fischer Hinterschnittanker FZP! Da der Hinterschnitt-Anker gegenüber einer Dornlagerung deutlich höhere Lasten aufnehmen kann, konnte die Plattenstärke der größten Platten auf 40 Millimeter reduziert werden. Die leichtere Fassade reduzierte die statische Belastung des Gebäudes und damit auch die Baukosten. 

Da die Verwendung des fischer Hinterschnitt-Ankers FZP im Naturstein Kirchheimer Muschelkalk nicht über eine DIN oder eine Zulassung geregelt war, war eine Zustimmung im Einzelfall erforderlich. In einem Gutachten des IFBT Leipzig wurden die Biegzugfestigkeit, die Tragfähigkeit und die Dauerhaftigkeit der Konstruktionslösung untersucht und bestätigt.

Der verarbeitete Kirchheimer Muschelkalk ist ein sehr hartes, aber auch poröses Gestein mit tonigen Einlagerungen. Unter Einhaltung des geforderten Sicherheitsniveaus sind die 1.500 Stützenplatten (40 Millimeter) und die 4.500 Brüstungsplatten (75 Millimeter) an der Unterkonstruktion befestigt worden. Die Brüstungsplatten (maximale Größe 1,50 Meter x 0,42 Meter liegend) sind mit vier fischer Zykon-Plattenankern FZP 13 x 30 M8 W verankert und die Stützenplatten (maximale Größe 2,43 Meter x 0,60 Meter stehend) mit sechs fischer Zykon-Plattenankern FZP 13 x 30 M8 W fixiert.

Um die Montage zu vereinfachen und das Gewicht von bis zu 220 Kilogramm pro Plattenelement sicher einzuleiten, entwickelte fischer eine so genannte Doppel-Einhängelasche: Zwei Hinterschnittanker werden in eine Halterung eingehängt. Der unterschiedlich starke Sonneneinfall führt an der Fassadenoberfläche zu Temperaturschwankungen von bis zu 50° C. Die entstehenden Zwängungslasten in den Laibungsplatten gleicht ein Gleitwinkel aus.

Bereits bei der Befestigung der Unterkonstruktion sind die Verantwortlichen neue Wege gegangen. In die Wandöffnungen für die Fenster ist eine Stahlzarge mit Konsolen zur Aufnahme der Unterkonstruktion montiert worden. Dort wo die Unterkonstruktion nicht an den Zargen befestigt werden konnte, wurden die Wandhalter mit 11.000 Stück fischer Ankerbolzen FAZ II aus Edelstahl A4 verankert. Etwa 20.000 fischer Fassadenschrauben FADI sorgen für die sichere Verbindung von Einhängelasche und Unterkonstruktion.

Besondere Herausforderungen an den Fassadenbau stellte die charakteristische Rundung an der Stirnseite des Gebäudes. Die maximal 1,50 x 0,42 Meter großen Platten sind mit geschweißten Doppeldorn-Konsolen an vier Konsolen pro Platte befestigt. Für die gerundeten Stützen wurde der fischer Hinterschnittanker aus statischen und konstruktiven Gründen bevorzugt. Jedes der 300 Fassadenelemente wurde individuell geplant und gefertigt.
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