Alle Zeichen auf Grün für neues Polizei- und Justizgebäude

fischer Hinterschnittanker sichern PJZ Zürich

Das Polizei- und Justizzentrum Zürich stellt einen gewaltigen Gebäudekomplex dar. Rund 100.000 fischer Hinterschnittanker festigen dabei die Fassadenplatten aus grün schimmerndem Naturstein.

Als das ehemalige 63.608 Quadratmeter umfassende Güterbahnhofsareal im Züricher Stadtteil Aussersihl-Hard neu bebaut werden sollte, dachten die Verantwortlichen groß: Die Baudirektion des Kantons Zürich plante auf einer Fläche von 35.558 Quadratmetern das Polizei- und Justizzentrum Zürich (PJZ) als Kompetenzzentrum für die Bekämpfung der Kriminalität. In dem Neubau werden Abteilungen der Kantonspolizei, der Staatsanwaltschaft und des Justizvollzugs sowie das Forensische Institut, die Zürcher Polizeischule und Teile des Zwangsmaßnahmengerichts zusammengefasst. Nach Fertigstellung umfasst das PJZ rund 2030 Arbeitsplätze. Dazu kommen rund 280 Gefängnisplätze für vorläufig Festgenommene und Untersuchungshäftlinge. Das PJZ ermöglicht die Zusammenführung der heute auf über 30 Standorte verteilten Kantonspolizei mit den Strafverfolgungsbehörden und dem Polizei- und Justizgefängnis.

Auffallendes Kennzeichen des Gebäudekomplexes, das vom Zürcher Büro Theo Hotz Partner Architekten entworfen wurde, ist die Fassade aus Glas und grün schimmerndem Naturstein. Es handelt sich dabei um einen Verde Salvan (auch als Vert de Salvan bekannt), der in einem Steinbruch des Walliser Ortes Salvan abgebaut wird. Die Anbringung der Steinplatten auf die Betonkonstruktion stellte alle Planer und Ausführende vor große Herausforderungen. Beteiligt war das Ingenieurbüro IBT. Für die Unterkonstruktion und den Bau der Fassade war die Firma Marvit zuständig. Die Planung lag in den Händen der Atelier P3 AG. Die 3D-Natursteinplatten waren bis zu 40 Millimeter dick. Entsprechend hoch war das Lastniveau für die Verankerungen. „Eine Herausforderung bei der Fassade des PJZ waren dabei die schräg verlaufenden Fugen“, sagt Uwe Kirchesch vom IBT Ingenieurbüro, der in seinem Leben über 1.000.000 m² Fassadengesamtfläche statisch bemessen hat. „Regelkonform dürfen hier keine Dornanker eingesetzt werden. Die Fuge müsste erst begradigt werden. Deshalb greife ich hier sehr gerne auf den FZP II Hinterschnittanker von fischer zurück. Somit konnte ich eine normgerechte und zugleich optisch ansprechende Ausführung gewährleisten.“

„Wir haben zahlreiche Auszugsversuche durchgeführt. Im Ergebnis eigneten sich unsere Hinterschnittanker FZP II 13x15 M8/23 Carbon optimal für das Einleiten der hohen Lasten“, bestätigt Steven-Henrik Maier, Marktmanager fischer Fassadensysteme. „Bei der technischen Unterstützung, die wir für das Projekt leisteten, bewährte sich die gute Zusammenarbeit des IBT Ingenieurbüros und unserem Unternehmensbereich der fischer Fassadensysteme.“ Dabei sorgen die Zykon-Plattenanker FZP II für eine formschlüssige und völlig spreizdruckfreie Befestigung im konisch hinterschnittenen Bohrloch. Ihre rückseitige Montage ermöglicht die Befestigung im Fünftelspunkt der Fassadenplatte. Durch diese Technik werden besonders niedrige Plattenbiegemomente und hohe Tragfähigkeiten erreicht. Und sollte einmal der Bedarfsfall eintreten, lassen sich Dank der FZP II auch einzelne Platten an der Fassade austauschen.

„Unter ästhetischen Gesichtspunkten war es bei dem Projekt zudem von Vorteil, dass unsere Anker die nicht sichtbare Befestigung der Platten ermöglichen“, sagt Steven-Henrik Maier. „Die Hinterschnittanker sind von der Fassadenansichtsseite selbst im Fugenbild nicht sichtbar ausgeführt. Dies sorgt für die harmonische Gebäudeansicht.“ Architekt Stefan Adler vom Büro Theo Hotz Partner Architekten hebt die Wirkung der Fassade aus Glas und grüngrauem Naturstein hervor. „,Verde Salvan‘ ist ein so genanntes Konglomeratgestein, das sich aufgrund seiner lebhaften Struktur mit verschiedenen Steineinschlüssen und seinen Farbnuancierungen als wirklicher ‚Natur‘-Stein auszeichnet“, sagt der Planer. „Gleichzeitig verfügt der ,Verde Salvan’ über eine enorme Festigkeit, welche Voraussetzung ist für die Umsetzung der dreidimensionalen, scharfkantigen Geometrie der PJZ-Fassade. Und als zeitloses und robustes Material transportiert der Stein nicht zuletzt auch die Würde eines ,Amtshauses‘“. Im Jahr 2022 sollen die Amtsträger das neue Quartier beziehen. 

Die clevere Hinterschnitttechnik hinter der grün schimmernden Fassade gibt dem Amtshaus noch lange ein würdevolles Gesicht und vereint Sicherheit sowie Funktionalität mit einer modernen Optik.


Weitere Informationen unter: www.pjz.ch

 

Hier finden Sie die Presseinformation zum Download.

 
Bild 1:

PJZ Haupteingang.

Bild: Generalplaner & Architekt: Theo Hotz Partner Architekten, Zürich - Visualisierung: Raumgleiter, Zürich
Bild 2:

Visitenkarte des Polizei- und Justizzentrums Zürich ist die moderne Fassade aus Glas und Naturstein. Clevere Hinterschnitttechnik vereint dabei Sicherheit und Funktionalität mit einer repräsentativen Gebäudeansicht des Amtshauses.

Bild: Baudirektion Kanton Zürich, Fotograf: Till Forrer
Bild 3:

Baustelle des Polizei- und Justizzentrums Zürich im März 2020: Rund 100.000 fischer FZP II 13x15 M8/23 Carbon sichern die Fassadenplatten aus dem Naturstein „Verde Salvan“. Die nicht sichtbare Befestigung an der Fassade wertet die Gebäudeansicht auf. Zugleich sorgen die Anker für hohe Tragkraft und Leistungsstärke.

Bild: Baudirektion Kanton Zürich, Fotograf: Till Forrer
Bild 4:

PJZ Mitarbeitereingang.

Bild: Generalplaner & Architekt: Theo Hotz Partner Architekten, Zürich - Visualisierung: Raumgleiter, Zürich
Bild 5:

PJZ Zypressenplatz.

Bild: Generalplaner & Architekt: Theo Hotz Partner Architekten, Zürich - Visualisierung: Raumgleiter, Zürich
Bild 6:

Baustelle des Polizei- und Justizzentrums Zürich im Juli 2020.

Bild: Baudirektion Kanton Zürich, Fotograf: Till Forrer

Katharina Siegel-Rieck

Pressereferentin
fischer Befestigungssysteme, fischer Electronic Solutions

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